Hotelfotografie: Die Shotliste für ein Shooting, das Buchungen bringt
Gäste entscheiden über ein Hotel in Sekunden, meist auf dem Smartphone, meist anhand der ersten drei Fotos. Deshalb lohnt sich ein Fotoshooting nur, wenn vorher klar ist, welche Bilder gebraucht werden. Diese Shotliste nutzen wir als Grundlage für Hotelshootings.
Außen und Ankommen
- Außenansicht bei Tageslicht und zur blauen Stunde mit beleuchteten Fenstern
- Eingang, Vorfahrt, erster Eindruck
- Lage in der Umgebung: Berge, See, Altstadt, gern aus der Luft
- Terrasse, Garten, Pool
Zimmer und Suiten
- Jede Kategorie einmal weit, so dass Größe und Grundriss erkennbar sind
- Das Bett als Hauptmotiv, frisch gemacht, ohne Falten
- Der Blick aus dem Fenster oder vom Balkon
- Bad mit Tageslicht, Details wie Handtücher und Pflegeprodukte
- Details, die das Haus ausmachen: Holz, Stoffe, Kunst, Kamin
Weitwinkel nur so weit, dass der Raum ehrlich bleibt. Ein Zimmer, das auf dem Foto doppelt so groß wirkt, sorgt beim Check-in für Enttäuschung und schlechte Bewertungen.
Kulinarik
- Restaurant leer und eingedeckt, dazu eine Szene mit Gästen
- Frühstücksbuffet oder serviertes Frühstück im Morgenlicht
- Drei bis fünf Signature-Gerichte, frisch angerichtet
- Bar, Weinkeller, Drinks
- Die Küche bei der Arbeit, wenn das Team mitmacht
Spa, Wellness und Aktivitäten
- Pool, Sauna, Ruheraum ohne Menschen und mit Models
- Behandlungsräume, Produkte, Details
- Aktivitäten rund ums Haus: Wandern, Bike, Ski, See
Menschen und Team
Häuser mit Charakter leben von ihren Gastgebern. Porträts der Familie oder des Teams, echte Momente an der Rezeption und in der Küche schaffen Vertrauen, das keine Zimmeraufnahme leisten kann. Für Stellenanzeigen und Employer Branding sind diese Bilder oft genauso wertvoll wie für die Buchung.
Formate von Anfang an mitdenken
Ein Motiv wird heute in vielen Formaten gebraucht: quer für Website und Buchungsportale, hochkant für Instagram Stories und Reels, quadratisch oder 4:5 für den Feed. Wer beim Shooting darauf achtet, dass wichtige Motive Luft an den Rändern haben, kann später ohne Verlust zuschneiden. Mehr zu Formaten steht im Artikel Social-Media-Content für Hotels.
Licht und Tageszeit
Die meisten Hotelfotos entstehen mit vorhandenem Licht, ergänzt durch dezente Aufhellung. Zimmer mit Ostfenster fotografieren wir morgens, Terrassen am späten Nachmittag, Außenansichten zur blauen Stunde. Ein durchdachter Zeitplan ist deshalb wichtiger als teures Licht.
Foto und Film am selben Tag
Wer ohnehin einen Film plant, sollte die Fotos im selben Zeitraum produzieren. Die Räume sind einmal perfekt vorbereitet, die Bildsprache bleibt einheitlich und das Haus wird nur einmal gestört. Wie ein Film abläuft, steht in Hotelfilm produzieren.